Social Networking – Like button als Abmahnfalle

Der “Facebook Like Button” erfreut sich immer höherer Beliebtheit. Doch Vorsicht: vergessen Sie ihre Datenschutzklausel anzupassen, droht eine Abmahnung!

In den letzen Jahren gewannen die sog. Social Networks immer mehr an Beliebtheit. Gerade Facebook ermöglicht relativ einfach hunderte von Freunden über die eigenen Aktivitäten schnell und unkompliziert zu informieren. Wen wundert es also, dass in Blogs und Websites immer öfter der Like-Button angeboten wird?
Doch was steckt dahinter? Was passiert im Hintergrund?

Klickt man auf einen sog. Like-Button fügen die Facebook-Nutzer den Link zur “gelikten” Website ihrem Facebook-Profil hinzu. So teilt man den Freunden über Facebook mit, welche Websites, Dienste oder Produkte sie mögen. Das ist natürlich eine tolle Sache – vor allem für Unternehmen – man wird dadurch bekannter.

Im Hintergrund jedoch werden mit dem Klick eine Vielzahl von Daten übertragen. Z.B. die IP-Adresse, Account-Daten von Facebook und  besuchte Seiten. Die IP Adresse zählt datenschutzrechtlich aber zu den personenbezogenen Daten. Jeder User müsste also daher in die Datenübertragung aktiv einwilligen (etwa über eine Checkbox) und damit bestätigen, dass die Daten an Facebook übertragen werden dürfen. Wie soll man dies bewerkstelligen?

Was ist nun nötig, um die Datenschutzrichtlinien zu beachten?

Die rechtlich sicherste Variante ist die oben genannte Variante der Checkbox: jeder Seitenbesucher wird ganz zu Beginn des Besuchs der Internetpräsenz mit einer Einwilligungsabfrage begrüßt. Lehnt er die Datenübertragung an Facebook ab, müsste man ihm einen Version der Website ohne Like-Button anbieten. Oder er dürfte gar nicht an die Inhalte der Seite herankommen, man müsste ihn also für den Besuch sperren. Beides keine wirklich zufriedenstellenden Varianten.

Der Ausweg aus dem Dilemma: jeder Seiteninhaber, der einen Facebook-Button integriert hat, sollte zumindest in der Datenschutzerklärung oder in einem eigenen Facebook-Disclaimer darauf hinweisen, dass der „Like-Button“ auf der Seite zu finden ist und mit dem Klick darauf Daten übertragen werden.
Ungelöstes Problem bleibt aber die Tatsache, dass Facebook nicht veröffentlicht, welche Daten genau an das Unternehmen übertragen werden. Daher bleibt nichts anderes übrig als auf die Datenschutzerklärung von Facebook zu verlinken. Oder aber den Facebook Button wegzulassen.

Weitere Informationen zu Datenschutzerklärungen finden Sie auch in den anderen Beiträgen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite von Sören Siebert.